Nach telefonischer Vereinbarung bekommen die Patienten einen
Vorstellungstermin.

Wenn ein Operationsvorschlag gemacht wird, bekommen die
Patienten mit den häufigeren Operationen Informationsmaterial ausgehändigt,
mit dem man sich zu Hause beschäftigen kann. Kein Patient muss sich sofort
entscheiden, er bekommt auch Gelegenheit, sich eine Zweitmeinung einzuholen. Dr.
Keller legt besonderen Wert auf den gut informierten Patienten. Die
Terminvergabe wird dann von entsprechenden Mitarbeitern gemacht.

Nach der Untersuchung und dem Gespräch mit dem Arzt bekommen
die Patienten, denen ein operativer Eingriff vorgeschlagen wurde, eine 14seitige
Informationsbroschüre ausgehändigt mit allen wichtigen Erfahrungen aus den
letzten 11 Jahren. Darin kann sich der Patient über fast alles informieren, was
auf ihn zukommt, wie Ablauf und Dauer der Nachbehandlung, durchschnittliche
Arbeitsunfähigkeitszeiten, Operationsstatistik und Fallzahlen,
Komplikationsraten und Konsequenzen. Es ist wenig nützlich diese
detaillierte Broschüre hier zu veröffentlichen, da sie nur durch das zusätzliche
Gespräch mit dem Arzt einen Sinn ergibt.
Die Chirurgie umfasst den gesamten Fuß vom oberen Sprunggelenk
bis zur kleinen Zehe, also nicht nur Großzehenballen (Hallux valgus) und
Hammerzehen, auch wenn diese die häufigsten Operationen sind. Das Alter der
Patienten geht von 5 bis 95 Jahren, lediglich Klumpfüße bei Säuglingen werden
aus technischen Gründen bisher noch nicht operiert.

Die Aufzählung der verschiedenen Operationsarten und -methoden
halten wir an dieser Stelle für nicht sinnvoll. Natürlich gibt es für häufige
Fußdeformierungen bestimmte Standardoperationen. So wird beim Großzehenballen
(Hallux valgus) zu fast 85% die modifizierte Austin-Osteotomie angewendet, die
eine sofortige Belastung erlaubt. In 15% der Fälle wendet man andere Methoden
an, die auch eine andere Nachbehandlung erfordern. Im allgemeinen werden die
Operationsverfahren angewendet, wie sie im Podiatry Institute in Atlanta üblich
sind.
Über manche technischen Details und Hintergründe können Sie
sich im Anhang informieren, dort finden Sie einige von Dr. Kellers Veröffentlichungen.
Die Praxis hat eine voll ausgerüstete Operationseinheit mit
zwei Betten. Ferner bestehen Belegbetten in der Asklepios Klinik in Bad Oldesloe
(ehem. Kreiskrankenhaus).

Für ambulante Operationen besteht eine Wartezeit von etwa 4 - 6
Wochen, für stationäre Eingriffe (noch) etwa 4 - 5 Monate.
Für Eingriffe am Rückfuß ist eine Vollnarkose erforderlich,
dies geschieht immer stationär.
Dr. Keller führt alle Eingriffe selbst durch.
Die ambulanten Patienten werden etwa 1 Stunde vor dem Eingriff
einbestellt, bekommen ein Beruhigungsmittel, machen es sich im Bett gemütlich
und können unmittelbar nach dem Eingriff die Praxis wieder verlassen (natürlich
muss für Begleitung gesorgt werden).
Alle operierten Patienten bekommen die private Telefonnummer von
Dr. Keller mit. Dies ist ein Beruhigungsmittel, in 10 Jahren gab es zwei
dringlichere Anrufe.
Nach Jahren des Ausprobierens verschiedener
Schmerzmittelkombinationen gilt das postoperative Schmerzmanagement jetzt als
gut gelöst, von Ausnahmen abgesehen.
Für manche auswärtigen Patienten stellt eine längere
Heimfahrt (mehr als 2 - 3 Stunden) ein gewisses Risiko dar. Für sie besteht die
Möglichkeit im hiesigen Parkhotel mit einem speziellen Tarif (97,- Euro/Nacht)
unterzukommen. Die Krankenkassen weigern sich jedoch meist, für diese Kosten
aufzukommen.
Bisher wurden noch keine Unterschiede zwischen Privat- und
Kassenpatienten gemacht, man hofft, dass dies so bleiben kann.
Durch die zusätzliche Verpflichtung auch noch Unfälle zu
behandeln, ergibt sich die Notwendigkeit, die Anzahl neuer Fußpatienten auf 8 -
10 pro Sprechtag zu begrenzen. Dies beinhaltet Wartezeiten bis zur Vorstellung.
Wir bitten dies zu entschuldigen.
Außerdem sind wir an ein festes Budget gebunden, das mehr
Operationen im Quartal nicht zulässt, selbst wenn wir es könnten (rationierte
Medizin).